Nachfolgend eine kurze Übersicht über persönliche Prägungen, Einstellungen und Interessenbindungen von mir. Die Idee für diese Seite stammt vom Biostatistiker Stephen Senn und vom Journalisten Elia Blülle. Einige allgemeine Anmerkungen dazu:

  1. Sie haben jedes Recht, meine Einstellungen, Prägungen, Interessen und Verbindungen bei der Beurteilung meiner Positionen zu berücksichtigen (deswegen lege ich sie ja offen). Umgekehrt darf ich erwarten, dass Sie das kritisieren, was ich sage oder tue, und nicht bloss die von Ihnen vermuteten Motive meinerseits.

  2. Ich habe alle Anstrengungen unternommen, eine vollständige Liste meiner vergangenen und laufenden Mitgliedschaften, Beschäftigungen und Interessen aufzulisten. Sollte ich etwas übersehen haben, dann weisen Sie mich bitte darauf hin, idealerweise per E-Mail.

  3. Alle unten genannten Deklarationen sind freiwillig und unilateral erfolgt. Ich habe die anderen involvierten Organisationen nicht um Erlaubnis gebeten.

  4. Ich werde dann Mitglied einer Organisation, wenn ich deren Grundwerte mehrheitlich teile und für unterstützungswürdig halte. Das bedeutet weder, dass ich sämtliche Inhalte der unten aufgeführten Organisationen unkritisch befürworte, noch bedeutet es, dass ich Weisungen entgegennehme. Bitte kontaktieren Sie mich nicht, wenn Sie Kritik oder Anregungen zu einer Organisation haben, bei der ich bloss Mitglied bin - ich kann Ihnen sehr wahrscheinlich auch nicht weiterhelfen.

  5. Ich gehe nur dann eine Verpflichtung mit leitender Funktion ein, wenn ich die Möglichkeit habe, die Stossrichtung und Werte der Organisation mitzubestimmen und damit auch Verantwortung dafür übernehmen kann. Bitte kontaktieren Sie mich also ungeniert, wenn Sie Kritik oder Anregungen zu einer der Organisation haben, bei der ich in einer leitenden Funktion bin. Ich freue mich über externe Impulse, was jedoch nicht heisst, dass Ihre Anregungen oder Kritikpunkte unbesehen übernommen werden (können).

Persönliche Prägungen und Einstellungen

Wissenschaft

«Es ist Bedingung der Möglichkeit von Wissenschaft, dass Nutzen nicht ihr Kriterium ist. Das bedeutet nicht, dass sie nicht erforschen kann, was auch nützlich ist. Es bedeutet aber, dass sie nicht nur erforschen muss, was nützlich ist.»
- Daniel-Pascal Zorn

Ich habe mein Studium mit Politikwissenschaften und Recht begonnen und mit Biologie, Biostatistik und Computational Science abgeschlossen. Ich stehe am Anfang meiner wissenschaftlichen Arbeit und konzentrierte mich auf Fragen der statistischen Evidenz von wissenschaftlichen Studien und der Reproduzierbarkeit.

Ich betrachte Szientismus und Anti-Wissenschaftlichkeit als zwei Seiten derselben Medaille: In beiden Fällen muss ein komplexes Bild von Wissenschaft(en) einer schablonenhaften Karikatur wissenschaftlicher Arbeit weichen. Ich lehne deshalb beides ab.

Mein wissenschaftstheoretischen Ansichten wurden stark geprägt von Werken von Deborah Mayo, Ian Hacking, Caspar Hirschi und Theodor Porter sowie von den vielen Gesprächen mit meiner langjährigen guten Freundin und Ehefrau, Michaela Egli. Alle zeigen mir auf, dass ich jeweils viel weniger verstehe, als ich zu verstehen glaube.

Ausbildung

Ich bin Alumnus der Universität Zürich und engagiere mich aktiv in der Alumni-Vereinigung der Hochschule. Ich tendiere dazu, meine Alma Mater positiver zu bewerten als andere Hochschulen. Ähnliches gilt für die EPFL, an der ich meinen Zweitmaster absolviert habe.

Ich durfte meine ersten journalistischen Erfahrung als Blogger bei NZZ Campus und als Freelancer bei der NZZ und der NZZ am Sonntag machen und habe viel von der detailgenauen Korrektur meiner damaligen Redaktoren gelernt.

Ich habe zur Finanzierung meines Studiums Stipendien erhalten vom Kanton Schaffhausen, der Ernst Göhner Stiftung sowie der Werner Siemens Stiftung. Die beiden letztgenannten Stipendien habe ich erhalten dank der Förderung durch die Schweizerische Studienstiftung, weshalb ich diesen drei Organisationen wie auch dem Kanton Schaffhausen grosse Dankbarkeit entgegenbringe.  

Herkunft & Nationalität

«Ich lebe in Biel, weil ich in Biel lebe. Ich lebe da nicht ungern, aber ich könnte auch anderswo leben.»
- frei nach Peter Bichsel, in: Zimmer 202 (2010)

Ich bin Bündner aus Trotz, Schaffhauser aus Versehen und Bieler aus Liebe. Geboren in Schaffhausen, aufgewachsen in Graubünden und mittlerweile mit meiner Ehefrau in Biel zu Hause. Die genannten Kantone und Ortschaften werden von mir deswegen abwechslungsweise mit übertriebener Kritik und/oder unreflektierter Huldigung eingedeckt.

Meine Mutter ist Schaffhauserin, mein Vater Kurde aus der Türkei. Ich besitze jedoch ausschliesslich die Schweizer Staatsbürgerschaft und habe keinen sprachlichen, kulturellen oder familiären Bezug zum kurdischen Teil der  Türkei bzw. zu anderen kurdischen Regionen. Dennoch tendiere ich dazu, kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen eine gewisse Sympathie entgegen zu bringen. 

Ebenso tendiere ich dazu, schweizerische Errungenschaften, Institutionen, Prozesse und sogar Firmen grundsätzlich positiver zu bewerten, als es eine unvoreingenommene Person wohl tun würde. Insbesondere hege ich grosse Sympathien für die föderalistische halbdirekte Demokratie schweizerischer Prägung.

Politik

«Die kollektive Verantwortung aller für den Staat ist auch im Verwaltungsstaat unentrinnbar und fordert ständig unsere Wachsamkeit. […] Halten Sie sich nicht für zu gut für das sogenannte schmutzige Geschäft der Politik. Gerade im so schwer überblickbaren Verwaltungsstaat müssen die Spezialisten je auf ihrem Gebiet unbedingt mithelfen, die demokratische Kontrolle wach zu halten, damit das «responsible government» sich nicht der Geltendmachung seiner Verantwortlichkeit entzieht.»
- Mani Matter, in: Die Mitarbeit des Bürgers im Verwaltungsstaat (~1965)

Ich bin Mitglied der Partei «Die Mitte» (frühere Mitgliedschaft bei der Christdemokratischen Volkspartei der Schweiz, CVP) sowie verschiedener mehr oder weniger politischer Organisationen (siehe unten). Ich sehe mich als pragmatischen Konservativen, wenn es um institutionelle und staatspolitische Fragen geht, und als pragmatischen Liberalen, wenn es um gesellschaftspolitische Fragen geht - zwei Haltungen, die nicht immer im Einklang miteinander stehen.  Demokratie verstehe ich als ein Versprechen auf Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtssicherheit sowie als «Versuch, die Varietät der Gesellschaft im politischen System abzubilden». Ich bin überzeugt, dass stabile Demokratien auf starke Institutionen sowie auf kritische und selbstbewusste Traditionsparteien angewiesen sind, die trotz weltanschaulichen Differenzen sachpolitische Kompromisse eingehen können. Ich tendiere dazu, Parteien an den politischen Polen kritischer zu betrachten als jene in der politischen Mitte. Organisationen, die demokratische Prinzipien und Institutionen fundamental ablehnen, misstraue ich grundsätzlich.

Ich trenne strikt zwischen parteipolitischer Haltung und wissenschaftlicher Arbeit - in Bezug auf meine wissenschaftliche Arbeit müssen sich parteipolitische Ansichten unterordnen. Als Präsident von Reatch, als Verfasser von Artikeln und Kommentaren oder als Moderator vertrete ich in der Regel nicht allein meine persönliche Haltung, sondern bemühe mich um eine ausgewogene und differenzierende Position.

Religion

«Das Leben hat einen Sinn: mit anderen und für andere leben.»
- Norbert Blüm, in: Die ZEIT (2020), Der politische Fragebogen

Ich bin Mitglied der reformierten Landeskirche und bin ein protestantisch sozialisierter Agnostiker. Das heisst, dass ich in einem Umfeld gross geworden bin, das historisch-traditionell protestantisch bestimmt war, aber in dessen Alltag Religion und Glaube keine bestimmende Rolle  mehr spielte. Ausnahmen waren der Religionsunterricht und die Familienfeste religiösen Ursprungs wie Weihnachten oder Ostern.

Die Frage nach der Existenz Gottes halte ich für irrelevant für meine Arbeit. Religiösem Fundamentalismus - egal welcher Religion oder Konfession - begegne ich grundsätzlich mit Misstrauen.

Ehrenamtliche Tätigkeiten und Mitgliedschaften

Vorstands- und Stiftungsratstätigkeiten (aktuell)

Mitgliedschaften (aktuell)

Vorstands- und Stiftungsratstätigkeiten (vergangen)

Mitgliedschaften (vergangen)

Anstellungen & Einkünfte

Anstellungen und regelmässige Einkünfte

Für Details zu den Anstellungen, siehe LinkedIn.

Freelance- und Beratungs-Tätigkeiten ohne Anstellung

Entschädigungen für Vorträge & Moderationen

Hier sind nur die Auftraggeber aufgeführt, die mich für Moderationen oder Vorträge finanziell oder mit Sachleistungen entschädigt haben. Eine vollständige Moderations- und Vortragsliste mit den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier. Wenn ich für denselben Auftraggeber mehrmals moderiert oder einen Vortrag gehalten habe, ist dieser nur einmal aufgeführt. Sollte ich etwas übersehen haben, dann weisen Sie mich bitte darauf hin, idealerweise per E-Mail.

  • Akademie der Naturwissenschaften Schweiz

  • Swissuniversities

  • Universität Zürich

  • ETH Zürich

  • Universität Bern

  • Science et Cité

  • Kantonsschulverein Schaffhausen

  • Berufsbildungsschule Winterthur

  • Schweizerische Studienstiftung

  • Naturama Aarau

  • Thurgauischer Ärzteverein Werthbühlia

  • Verein Zivilgesellschaft

  • Weltethos Schweiz

  • Schweizerische Gesellschaft für Phytomedizin

  • Life Sciences Switzerland

  • Schweizerische Gesellschaft für Versuchstierkunde

  • Life Science Switzerland

  • Naturhistorisches Museum Bern

  • Karlsruher Institut für Technologie

  • Reatch! Research. Think. Change.

Entschädigungen für Artikel & Meinungsbeiträge

Hier sind nur Medien aufgeführt, die mich für Artikel finanziell entschädigt haben. Eine vollständige Publikationsliste mit den einzelnen Artikeln findet sie hier. Wenn ich mehrmals für dieselbe Zeitung oder Zeitschrift geschrieben, ist diese nur einmal aufgeführt. Sollte ich etwas übersehen haben, dann weisen Sie mich bitte darauf hin, idealerweise per E-Mail.

  • Medienwoche

  • Neue Zürcher Zeitung

  • NZZ am Sonntag

  • Vice Schweiz

  • Cicero - Magazin für politische Kultur

  • Schweizer Monat